, Moritz

Mannschaftsbericht Zug 2 Saison 16/17

Zug 2, eine Mannschaft Rund um Routinier Günter Ehlers herum, verstärkt durch Patric Schembs und geschwächt durch Moritz Lechner, Moment, natürlich hat auch dieser junge Mann durchaus seinen Beitrag geleistet. Im Verlaufe der Saison gesellten sich viele andere Spieler aus unteren Ligen dazu. Sie alle wollten einmal den rauen, eisigen Wind der 2. Liga spüren, wollten verstehen, warum es im Doppel wichtig ist, möglichst den eigenen Mitspieler einzuschüchtern um anschliessend aus einer Situation der kompletten Überraschung heraus den Gegner siegen zu lassen.

Die Saison war von grossen Spielen, von herzergreifenden Kämpfen und von kläglichen Niederlagen gekennzeichnet. Patric, unser Benjamin stand wie ein Fels in der Brandung. Seine Schläge waren vernichtend, sein Spin messerscharf. Viele Tischtennis Bälle fanden ihr Schicksal auf dem Plastikfriedhof. Interessant auch sein sehr enger Bezug zu Wasser. Nach dem zweiten Spiel verweilte er jeweils kurz unter der Dusche und hatte keine Zeit sich abzutrocknen, sowas nennt man Einsatz, Aufopferung, Lebenseinstellung, mir fehlen die Worte. Vielleicht war es aber auch nur ein wenig verlorener Schweiss!

Günter, der alte Haudegen, er wird Kapitän genannt aus Gewohnheit, verblüffte immer wieder mit  Siegen über Gegner die schlagbar sind, wenn man mit List und Tücke agiert. Zaubertricks dürfen bekanntlich nicht verraten werden, doch wir wollen an dieser Stelle einen kleinen Einblick in das Waffenarsenal von Günter (Günti) geben. Ja! Was? Eine richtige Waffe? Natürlich, und zwar eine ganz fiese,  für die man erst noch eine Lizenz braucht. Nun gut, und der Trick? Also, wie wir alle wissen kleben auf dem TT-Holz zwei Gummi Beläge in unterschiedlichen Farben. Wenn man über die Beläge streicht, bleibt die Haut zärtlich an der Oberfläche kleben. Es sollen auch schon ganze Haarbüschel darauf gesichtet worden sein, aber das ist wohl ein anderer Trick. Wie auch immer, der Günti kam vor langer Zeit auf die Idee, mal etwas Neues ausprobieren. Er ging also hin, es war gerade Vollmond, und löste den einen Gummi Belag vom Tischtennis Holz, drehte ihn um und klebte ihn verkehrt wieder auf das Schlägerholz. Siehe da, auf einmal spiegelte sich das Mondlicht nicht mehr auf der Gummioberfläche, denn was da zum Vorschein kam waren lauter kleine garstige Wimpern, genau, Wimpern, die wie von einem enorm grossen Auge aus der Schlägerseite herausschauten. Und diese Wimpern verdrehen dem Ball regelrecht den Kopf. Spielt einmal gegen Günti, ihr werdet es erleben, der Ball weiss nicht wie ihm geschieht!

Nun gut, der Dritte im Bunde, aufgeführt unter der Abkürzung "C6" sorgte immer mal wieder für erlösende Momente. Erlösend auch der Moment, als er einem C11 Spieler im 5. und letzten Satz beim Stande von 10:9 erlaubte, doch noch zu gewinnen. Gut, beim C11er handelte es sich um einen Altgedienten, die stehen ja bekanntlich auf der Liste der zu schützenden Tischtennis Spieler. Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen. Er spielte, und traf, und ab und zu auch den Ball. Fantastisch!

Aber basiert ein Ligaerhalt, ein verdienter Ligaerhalt, nicht zuletzt auf die Unterstützung vieler kleiner unbekannter Spieler, die durch ihren unentgeltlichen Einsatz zu diesem Erfolg beigetragen haben? Damit sie nicht in Vergessenheit geraten, werden sie hier kurz aufgelistet:

- Tobias Studer (The snake, zu kurz geratene Bälle sind meistens tödlich)
- Stephan Scherer (The Troubadix, wenn er den Ball nicht trifft jammert er in allen Tönen)
- Hans Günter Welsch (Spricht kein Französisch, anderes ist nicht bekannt)
- Matthias Toggweiler (Mr. TNT, Tischtennis nach Toggweiler mit erschreckend explosiven Schlägen)

Zu guter Letzt der Dank an das ganze Team. Toller Einsatz, auch im Tischtennis, es kann nur ein Team geben, 2. Liga, wir kommen, ahhhhhhhhhhhhhhh!!